Viele Männer lassen heute eine Beschneidung aus ästhetischen Gründen durchführen. Sei es ihere Frau zu liebe oder sich selbst wegen aus Gründen der persönlichen Ästhetik und des eigenen Körpergefühls. Die Beschneidung oder auch Zirkumzision aus ästhetischen Gründen erfolgt meist im Erwachsenenalter und findet in Europa zunehmend häufiger statt. Häufig leiden die Männer die sich für eine Beschneidung entscheiden an Hirsuties papillaris penis. Mit dem Begriff werden weiße, punktförmige Papeln bezeichnet, welche sich rund um den Eichelrand bilden. Zirka 10–20 % der männlichen Bevölkerung sind von ihnen betroffen. Hirsuties papillaris bilden sich im Laufe der geschlechtlichen Entwicklung aus, vorwiegend in der Pubertät. Sie stellen, entgegen oft geäußerter Befürchtung, keine Gefahr dar und sind nicht als medizinische Indikation anzusehen, allerdings können sie jedoch ein ästhetisches Problem darstellen. Da eine Operation aus diesen Motiven keine medizinische Notwendigkeit darstellt, lehnen die gesetzlichen Krankenkassen die Kostenübernahme in aller Regel ab. Ein weiter Grund für eine Beschneidung liegt oft in der Einstellung der Frauen. Umfragen zufolge wird ein beschnittener Penis von einigen Frauen als erotischer und hygienischer empfunden. Diesbezügliche Daten liegen bisher nur aus den USA vor; inwiefern sich Aussagen über andere Länder ableiten lassen, ist noch offen. In einer Fragebogenstudie im Jahr 1988 wurde von 269 Frauen ihre Einstellung zur männlichen Beschneidung erfragt, von denen 145 verwertbare Antworten abgaben. Die meisten der antwortenden Frauen gaben an, einen beschnittenen Penis gegenüber einem unbeschnittenen als ästhetischer und erotischer zu empfinden. Als Gründe wurden sowohl hygienische als auch visuelle und haptische Empfindungen angegeben. Etwa drei Viertel bezeichneten den beschnittenen Penis als natürlicher und schöner.