Informationen zur Beschneidung beim Mann
medizinische Gründe für eine Beschneidung
Viele Männer werden schon im Kindesalter beschnitten, meist ist der Grund dafür eine Verengung der Vorhaut. Aber auch eine Beschneidung im Erwachsenenalter ist aus medizinischen Gründen nicht untypisch und bietet eine menge hygenischer und gesundheitlicher Vorteile. Eine Bildung und Ansammlung von Smegma wird verhindert, welches als Nährboden für Keime und Bakterien dient und das ebenso Tumoren begünstigt. Insbesondere die Eichelfurche, die vertiefte Übergangsstelle zwischen Eichel und Penisschaft, ist bei unbeschnittenen Männern selbst bei zurückgestreifter Vorhaut im Ruhezustand permanent bedeckt; die zurückgestreifte Hautmenge der Vorhaut bildet dann in dieser Vertiefung eine Wulst, die nur durch Manipulation, z.B. zur Reinigung, willentlich aus der Eichelfurche herausbewegt werden kann, um diese freizulegen. Insbesondere an dieser vertieften Stelle, der Eichelfurche, aber auch am benachbarten Gewebe sitzen die Talg produzierenden Fordyce- bzw. Tyson-Drüsen. Die kantenartige Vertiefung durch die Eichelfurche und daneben die absatzartige Erhebung durch den Eichelkranz verstärken die Ansammlung von Sekreten und Ablagerungen mit möglichen gesundheitlich-negativen Konsequenzen. Eine Balanitis oder auch Peniskrebs sind häufig an dieser Stelle zu finden. Die in der Vorhaut selbst in hoher Konzentration sowie nah an der Hautoberfläche vorliegenden Langerhans-Zellen und CD4-Rezeptorzellen sind für die Übertragung von Viren beim Geschlechtsakt mitverantwortlich. Die Epithelzellen der Eichel verhornen, sodass die Eichel schneller trocknet. Humane Papillomviren überleben auf trockenem Untergrund kaum länger als einige Minuten. Damit behindert die Beschneidung die Ausbreitung von HPV.
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